Eine
touristisch interessante Region in Tschechien ist das
Erzgebirge. Der Name Erzgebirge ist auf die umfangreichen
Erzvorkommen zurückzuführen.
Es ist ein Mittelgebirge und bildet die natürliche Grenze
zwischen den Regionen Sachsen und Böhmen. Nördlich
des Höhenkamms verläuft die Staatsgrenze zwischen
Deutschland und Tschechien
Böhmen ist von einer Gebirgskette umgeben deren wesentlicher
Teil durch das Erzgebirge gebildet wird.
Seit Prähistorischer
Zeit finden sich hier Siedlungsgebiete.
Das Erzgebirge ist etwa 150 km lang und durchschnittlich
40 km breit.
Östlich schliesst sich das Elbsandsteingebirge an, westlich
liegt das Elstergebirge und sächsische Teile des Vogtlandes.
Das Erzgebirgsbecken ist das Übergangsgebiet von West-
und Mittelerzgebirge zum nördlich gelegenen Lösshügelland
zwischen Zwickau und Chemnitz.
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Über
das Erzgebirge führten seit je her wichtige Handelswege,
die durch ein System von Schutzburgen abgesichert wurden.
Viele der bekannten Städte
gründeten sich im Bereich solcher Wehranlagen. Bedeutend für die wirtschaftliche
Entwicklung waren über Jahrhunderte hinweg die Bodenschätze.
Die Vorkommen an Silber und Zinn waren Grundlage für die Münzprägung
im 16. Jahrhunderts. Als die Erzgewinnung an Bedeutung verlor entstanden im Erzgebirge
neue Produktionszweige wie die Herstellung von Farbstoffen, die kunstvolle Produktion
von Klöppelspitzen, verschiedene Textilerzeugnisse, aber auch Holzgegenstände
in Form der berühmten Spielwaren und Holzfiguren. Auch die Zündholzindustrie
war lange Zeit von Bedeutung. Das Erzgebirge machte sich ebenso durch den Bau
von Musikinstrumenten weltweit einen guten Namen. Dank
neuer Technologien konnten im 18 Jh nochmals Erze abgebaut werden, die Region
erlangte aber nicht mehr den hohen Bedeutungsgrad früherer Jahrhunderte. |